Sehnenriss Schulter
Moderne Behandlungsmöglichkeiten bei Sehnenriss an der Schulter (Riss der Rotatorenmanschette)
Die Rotatorenmanschette ist eine Gruppe von vier Muskeln und Sehnen, die das Schultergelenk stabilisieren und für die Bewegung des Arms verantwortlich sind. Ein Sehnenriss an der Schulter (in der Rotatorenmanschette) können durch akute Verletzungen oder auch durch degenerative Veränderungen im Laufe der Zeit entstehen. Häufig betroffen sind dabei ältere Menschen, aber auch jüngere Sportler oder Personen mit häufig wiederkehrenden Bewegungen an der Schulter.
Konservative Therapiemöglichkeiten
Nicht jeder Sehnenriss der Schulter muss sofort operativ behandelt werden. In vielen Fällen kann eine konservative Therapie erfolgreich sein. Eine bewährte und wissenschaftlich geprüfte Methode ist die fokussierte Stoßwellentherapie. Diese wirkt sowohl schmerzreduzierend, aber regt auch den Heilungsprozess an, indem sie die Durchblutung sowie die Regeneration fördert und entzündliche Prozesse reduziert. Besonders bei Teilrissen oder weniger schweren Verletzungen kann diese Therapie den Heilungsprozess unterstützen und die Beschwerden lindern.
Zusätzlich oder alternativ kann eine Eigenbluttherapie zum Einsatz kommen. Hierbei wird dem Patienten Blut entnommen, anschließend aufbereitet und am selben Tag in die betroffenen Sehnenbereiche injiziert. Diese Therapie fördert die Regeneration des Gewebes (Induktion der Differenzierung von Stammzellen, Kollagenbildung, Durchblutungsverbesserung,..) und kann den Heilungsprozess beschleunigen. Die Eigenbluttherapie hat sich auch bei chronischen Sehnenproblemen mit großem Heilungspotential als hilfreich erwiesen. Die Physiotherapie spielt ebenfalls eine zentrale Rolle in der konservativen Behandlung. Spezielle Übungen stärken die Muskulatur der Schulter und verbessern die Beweglichkeit. Zudem wird die Schulter stabilisiert, was zu einer Entlastung der betroffenen Sehnen führt. Ein individuell abgestimmtes Physiotherapie-Programm kann in vielen Fällen eine Operation vermeiden.
Operative Therapiemöglichkeiten
In Fällen, in denen konservative Behandlungen nicht den gewünschten Erfolg bringen oder der Sehnenriss der Schulter zu groß und schmerzhaft ist, kann eine operative Behandlung notwendig werden. Wir führen dabei eine minimalinvasive arthroskopische Refixation der Sehnen durch. Bei dieser schonenden Operation werden die Sehnen mithilfe kleiner Schnitte und einer Arthroskopie wieder an ihrem ursprünglichen Platz fixiert. Die minimalinvasive Technik ermöglicht eine schnellere Heilung und verkürzt die Rehabilitationszeit im Vergleich zu traditionellen, offenen Operationen.
Als Facharzt für Orthopädie und Traumatologie biete ich Ihnen eine individuelle Beratung und maßgeschneiderte Therapieoptionen, welche auf Ihre Schulterbeschwerden abgestimmt sind. Kontaktieren Sie uns, um eine passende individuelle Behandlungsstrategie für Ihre Schultererkrankung zu erhalten.
Sehnenriss – arthroskopische Darstellung
Zustand nach arthroskopischer Sehnen-Refixation
Stoßwellentherapie