Knieverletzung & Knieerkrankung - Dr. Xaver Feichtinger
Knieverletzung & Knieerkrankung - Dr. Xaver Feichtinger

Patellaluxation

Moderne Therapiemöglichkeiten bei einer ausgekugelten Kniescheibe (Patellaluxation)

Eine Patellaluxation beschreibt das Herausspringen der Kniescheibe (Patella) aus ihrer normalen Position. Diese Verletzung tritt vor allem nach sportlichen Aktivitäten auf, insbesondere bei schnellen Richtungswechseln, Sprüngen oder Drehbewegungen. Zusätzlich gibt es jedoch auch biomechanische Veränderungen welche eine Verrenkung der Kniescheibe auch ohne adäquates Trauma begünstigen. Eine Patellaluxation kann zu starken Schmerzen, Schwellungen und Instabilität im Knie führen und beeinträchtigt die Bewegungsfähigkeit erheblich. Häufig sind auch Begleitverletzungen wie Bänderrisse oder Knorpelschäden vorliegend.

Die Behandlung einer Patellaluxation hängt von der Häufigkeit und Schwere der Luxation sowie der individuellen Situation des Patienten ab. Häufig wird primär eine nicht-operative Therapie empfohlen, insbesondere bei erstmaligen Luxationen, dem Fehlen von Begleitverletzungen und bei Patienten ohne vorliegende Risikofaktoren (zB. Trochleadysplasie). Physiotherapie spielt hierbei eine zentrale Rolle. Durch gezielte Übungen wird die Muskulatur rund um das Knie gestärkt, wodurch die Stabilität der Kniescheibe verbessert und das Risiko einer erneuten Verrenkung verringert wird. Auch das Tragen einer speziellen Knieschiene kann helfen, das Gelenk zu stabilisieren und eine frühzeitige Mobilisation zu ermöglichen.

Sollte es trotz konservativer Maßnahmen zu wiederholten Patellaluxationen kommen, sind operative Verfahren erforderlich. Moderne, minimal-invasive arthroskopische Eingriffe bieten eine effektive Möglichkeit, die Patella stabil zu halten und das Risiko von Folgeverletzungen zu reduzieren. Eine häufig angewandte Technik ist die Rekonstruktion des medialen Patellofemoralen Ligaments (MPFL). Hierbei wird das beschädigte Band repariert oder neu aufgebaut, um die Kniescheibe dauerhaft in ihrer richtigen Position zu stabilisieren. Diese Operation erfolgt in der Regel mit kleinen Einschnitten und einer schnellen Erholungszeit. Weitere Eingriffe stellen zum Beispiel der Versatz der Schienbeinrauigkeit bzw. die Trochleaplastik dar.

In einigen Fällen kann auch eine Korrektur der Beinachse notwendig sein, wenn eine Fehlstellung des Beins (z.B. X-, O-Beine oder Rotationsfehlstellungen) die Ursache für die wiederholte Patellaluxation darstellt. Hierbei wird die Ausrichtung des Oberschenkelknochens oder Schienbeins chirurgisch angepasst, um eine gleichmäßige Belastung des Knies zu gewährleisten.

Als Facharzt für Orthopädie und Traumatologie biete ich Ihnen eine individuell angepasste Behandlung, die sowohl moderne nicht-operative als auch operative Therapieansätze umfasst.